Projekt: Interdependenzen im 21. Jahrhundert (2019)

In unserer zunehmend durch bewaffnete und kriegsähnliche Konflikte, ungerechte Umverteilung von Ressourcen, Hunger, Klimakatastrophen und Flüchtlingskrisen geprägten Welt haben Kultur, Kunst, Literatur und Wissenschaft (mehr denn je) eine gesellschafts- und völkerverbindende Rolle zu spielen. Sie haben zur Aufgabe eine menschenwürdige Idee des Humanen ins Soziale zu inskribieren. Der Verein Initiative AFRIEUROTEXT ist fest davon überzeugt, dass Kultur, Kunst, Literatur und Wissenschaft nicht nur Brücken zwischen Kulturen bauen, sondern sie stiften sozialen Frieden. Österreich ist ein EU-Land und pflegt unterschiedliche Beziehung zu anderen Ländern der Welt. Es ist daher ein Mehrwert für unser wertvolles soziales bzw. kulturelles Feld Österreich, wenn den in Österreich lebenden Menschen die Zusammenhänge unserer Welt im Sinne einer Kultur des Dialogs, des Austausches und des Friedens differenziert verständlich sichtbar gemacht werden. Vorliegendes Projekt setzt sich daher zum Ziel, durch unterschiedlich gestaltete und geartete kulturelle, wissenschaftliche und künstlerische Veranstaltungen, das Bewusstsein der breiten österreichischen und europäischen Zivilgesellschaft – im Sinne einer bildungspolitischen Partizipation – auf die Zusammenhänge unserer Gegenwart aufmerksam zu machen. Dadurch wird ein Aufbrechen überlieferter verkrusteter Denkweisen ermöglicht. Es geht darum, einen Umdenkprozess auszulösen. Dieses Projekt bettet sich in die Vision und Mission von AFRI-EUROTEXT ein, einen nachhaltigen Beitrag zu einer Kultur des Austausches, des Dialogs, des Friedens und des differenzierten Denkens und Handelns österreich- und europaweit zu leisten. AFRI-EUROTEXT legt viel Wert auf Texte bzw. auf die „Textualität“ unserer Welt. Texte, [seien es literarische oder (nicht)literarische] vermitteln einen tiefgehenden Blick in Themen und Anliegen jeweiliger Gesellschaften. Texte können zu einer differenzierten Betrachtung soziopolitischer, volkswirtschaftlicher Verhältnisse, Strukturen und Verfassungen afrikanischer und europäischer Gesellschaften, sowie zu einer Kultur der wechselseitigen Achtung und des Friedens beitragen. Der AFRI-EUROTEXT Textbegriff ist – über das geschriebene oder gesprochene Wort hinaus – im breiteren Sinne als Hinweis auf die Relationen, Kontingenzen und Kontiguitäten, als Hinweis auf die gewebeartigen Dimensionen unseres Alltags zu verstehen. Die Auseinandersetzung mit Texten für eine Kultur des Austausches, des Dialogs, des Friedens und des differenzierten Denkens und Handelns gehört zu den Wesensmerkmalen einer demokratischen Kultur. Deswegen sind 10 (zehn) Veranstaltungen von Januar bis Dezember 2019 in diesem Projekt geplant.